Tuesday, July 20, 2010

26. Juni bis 2. Juli

Wieder in Alice angekommen haben wir unser Auto servicen lassen und gluecklicherweise wieder eine der letzten ‘camp sites’ bekommen. Diesmal haben nicht viel unternommen ausser den Meyer’s Hill “erklommen” und beschlossen, dass die West MacDonnell Ranges das naechste Ziel sein werden.

simpson3 Somit haben wir Alice ueber den Larapinta Drive (den 220km langen Larapinta Walk machen wir nicht!) verlassen und als erstes simpson1 beim Simpson Gap gestoppt. Diese Schlucht ist das  bemerkennswerteste in den West MacDonnell Ranges – sie ist auch nur 20km von der Stadt entfernt. Wir sind bis zu der Schlucht vor-gefahren. – Okay, die letzten Meter sind wir doch noch gelaufen. Von vielen Stellen hat man gute Ausblicke auf die Simpson Gap und es war noch immer eiskaltes Wasser im Creek. Manchmal kann man sogar ‘black-footed rock-wallabies’ sehen, aber sie wollten simpson2sich uns nicht zeigen. Wir haben nur jede Menge toter Fische gesehen. Nicht erschrecken – das ist normal. Wenn das Wasser kaelter wird, bekommen die Fische Stress und ein Bakterium kann sich in den Kiemen ansiedeln bis der Fisch nicht mehr atmen kann und stirbt.

Den 1.5km langen Cassia Hill Rundweg sind wir gelaufen. Der Weg war wie ein Waldlehrpfad – die Pflanzen waren gekennzeichnet und im Informationsblaettchen cassia hillkann man dann nachlesen, was man gerade anguckt und ob es besondere Bedeutung/Nutzung hat. Vom Huegel aus kann man gut das Simpson Gap sehen. Die Simpson Gap kann man auch mit dem Fahrrad erkunden, es gibt einen 17km langen Radweg, der diverse Stops unterwegs incl. Fahrradstaender anbietet. Allerdings gibt es genuegend Leute, die sich nicht vom Rad trennen koennen und es auf einen Huegel mit hochtragen.

standley chasm3 standley chasm2Als naechstes mussten wir Eintritt zahlen. Um zum Standley Chasm zu gelangen, mussten wir 8$ zahlen. Standley Chasm ist auch eine Luecke zwischen der Gebirgskette – allerdings fliesst kein Wasser dadurch. Wir sind ueber diverse Steine gekrachselt und hatten nur 5-10m Platz und dann waren die Steilwaende rechts und links da. Dieser Weg war aber  eine Sackgasse – standley chasm1ueber die letzten Steine/Felsen konnte man nicht mehr klettern. Wir haben auch viele lustig  aussehende Baeume gesehen. Der Baum lag auf dem Boden und die Aeste sind senkrecht in die Hoehe gewaschsen. Okay, ich bin mir nicht sicher, ob der Hauptbaum gewachsen ist oder ob ein Figtree sich drueber gelegt hat. Aber gut ausgesehen hat es trotzdem.

ellery warehole Kurze Zeit spaeter sind wir am Platz “Ellery Creek Big Hole” angekommen und haben noch einen Zeltplatz bekommen. Die Gorge hatte noch immer Wasser aber es war definitiv zu kalt zum Schwimmen und man muss ja nicht unbedingt den toten Fischen Gesellschaft leisten. Somit haben wir nur Photos gemacht und sind dann zurueck zum Zelt gegangen. Es war eh an der Zeit, das Essen zuzubereiten –dolomite walk3 es ist besonders gut, wenn man nicht sein eigenes Gas nutzen muss. Es  gibt zwei Walks – den zum Wasserloch und den 3km langen Rundweg Dolomite Walk. Waehrend des Spazierganges haben wir diverse Blumen, Felsen an denen man den geologischen Formungsprozess sehen kann und natuerlich ohne Ende Steine gesehen.

dolomite walk1 dolomite walk2

serpentine1serpentine2Unseren naechsten Stop hatten wir in der Serpentine Gorge, die man nur waehrend des Tages besuchen kann. An dem Namen kann man schon erkennen, wie die Gorge aussieht – sie schlaengelt sich durch. Der Parkplatz ist gut 3km von der Gorge entfernt, das soll zum Schutz der  Gorgeflora/fauna dienen. Wir sind zum Aussichtspunkt gelaufen – es war anstrengend den Huegel hinaufzugehen, auch wenn lauter Stufen eingebaut waren. Zum Glueck hatte man gute Aussicht. Wir konnten sogar noch Wasser sehen, das war aber schon so weit zurueck gegangen, dass es nur noch kleine Teiche darstellte.

ghost gum2ghost gum1In der Ormiston Gorge haetten wir auch zelten koennen (es gab sogar  Duschen) aber wir haben uns nur fuer die Walks  entschieden. Wir wollten auch nicht bis zum Rangertalk warten – es war ein bisschen zu frueh und sehr viele Leute da. Es gibt ghost gum3einige Walks hier; z.B. um den Ormiston Pound (3-4h) aber da haette man noch schwimmen oder nach gut 85% des Rundweges wieder umkehren muessen. Wir haben uns fuer einen Weg entschieden, der auf   halber Hoehe des Bergeghost gum4s entlang ging – somit hatten wir gute Einsichten in die Gorge und ins Umland. Zum Schluss sind wir ueber Steine geklettert, um wieder ins Flussbett zu kommen (keine Ahnung, ob das der offizielle Weg war). Der erste Teil im Flussbett war trocken aber wir konnten noch immer Wasser sehen. Einige Leute ghost gum5waren sogar mit Luftmatratzen auf dem Wasser. Fuer den letzten Wegabschnitt mussten wir uns entscheiden – weiter ueber Steine klettern oder durch Wasser  waten. Wir haben die Steine zuerst ausprobiert aber nach kurzer Zeit kehrt gemacht und unsere Schuhe und Socken ausgezogen. Es ist halt einfacher barfuss durch Wasser zu laufen und das Wasser war kalt – gluecklicherweise nur knietief.

ghost gum6redbank2Redbank Gorge stand natuerlich auf unserer Liste – es ist die letzte Gorge, die man besichtigen kann. Man muss durch den Creek laufen (war kein Wasser mehr drin), um zur Gorge vorzukommen. In der Gorge ist fast immer Wasser und man kann sogar durchschwimmen – allerdings sollte man das nur an warmen Tagen machen und Schwimmreifen dabei haben. Wir konnten sogar noch lebende Fische sehen – vielleichtredbank1 eine kaeltetolerierende Spezie oder das Wasser war noch nicht so kalt.

Kennt ihr das Gefuehl eine gute Photochance zu entgehen? Uns ist dies gleich zweimal passiert. Immer war die Camera nicht in der Hand. Morgens ist ein Dingo direkt vor uns ueber die Strasse gelaufen und hat dann sein Geschaeft gemacht und sich nicht durch den Strassenverkehr stoeren lassen. Als zweites haetten wir einen Adler beim Fischen photographieren koennen. Er ist direkt vom Wasser aufgetaucht und muss auch etwas gefangen haben, denn er kam nicht wieder.

finke riverAn der Campingsite “2 Mile 4WD camping” haben wir erstmal  Feuerholz geholt und dann unseren Feuerplatz aufgebaut. Es wurde ein schoenes Feuer mit drei einzelnen Platten fuer unsere Toepfe. Wir hatten eine ruhige Zeit und konnten Sterne beobachten. Venus, Mars und Saturn waren mit blossem Auge zu erkennen – ist schon angenehm auf der Decke zu liegen und in den Himmel zu gucken. Wir haben sogar die ISS, andere Satelliten, Sternschnuppen und das Kreuz des Sueden gesehen. Waehrend der Nacht hat es leider angefangen zu regnen und wir sind leaenger geblieben (hat dem Geldbeutel nichts ausgemacht – free camping).

finke river2 finke river3 Dies bedeutete, dass wir nicht zum Territory Day in Alice Springs waren und wohl kein Feuerwerk sehen… Aber das Glen Helen Resort war nur auf der anderen Strassenseite und die haben fuer ihre Gaeste ein Feuerwerk gezuendet. Wir konnten es von unserem Zelt aus beobachten – haben aber nur unsere Koepfe rausgestreckt. Aufgrund des Echos von den ganzen Bergen hat sich das Feuerwerk komisch angehoert.

Auf Wiedersehen,
Tom and Anja

PS: Kommentar des Kleun zum Feuerwerk: “Pah, der 1WO mag es Feuerwerk nennen, aber fuer mich waren wir unter Beschuss der Landbatterien von Glen Helen. – Tauchen! Tauchen!…”

4 comments:

  1. *lachwech* Blupp blupp blupp...

    findet man raus, was wir damit meinen ihr staubige Besatzung eines Wüstenschiffes... *lol* oder gen ende des Berichts wohl eher SternenkreuzerU-Boot?

    Danke auch für die schönen Erläuterungen. So können wir glatt noch was lernen auf unsere alren Tage. ;-)

    Echt Herrlich!


    Wir erwarten mit Spannung den nächsten Bericht von der "Feindfahrt" unter Schlafsack...

    eure 2 1/4 Waldratten

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  2. Pssst... Woher kennt ihr denn Mars und Venus und sowas? Hat das einer dahingeschrieben? oder habt ihr auch dafür ein schlaues Büchlein? Wir unwissenden Waldgewächse bitten um Aufklärung... *funkfunk* oder für HHler *morsmors* *kicher*

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  3. Hallo ihr beiden "Sehleute" wieder ien toller Bericht . Ich muss auch fragen woher ihr wisst welcher Stern da zu sehen ist . Kreuz des Suedens und Mars wuerde ich auch noch erkennen aber alles andere wohl nicht . Den Widerhall des Feuerwerks in Glen Helen kann ich mir gut vorstellen , bei uns wars ein Gewitter das da krachte
    Den Ghost Gum Walk sind wir auch gelaufen , da aehneln sich unsere Bilder wieder
    Es ist immer schade so eine gute Fotochance verpasst zuhaben , vielleicht klappts ja nochmal
    Fuer heute viele Gruesse Mapa

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  4. sind gerade in La Rochelle - drydock for maintenance!!!
    Sternegucken geht doch, wenn es klar ist... und man gute Programme hat, die sagen einem, was man sieht ;-) und man lernt ja nie aus...

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