Climb the tree!!!Wir sind in Pemberton angekommen – ein weiterer Punkt auf der “To-Do-Liste” meiner Mutter, obwohl diesmal es etwas war, dass Tom und ich machen sollten… Aber alles der Reihe nach!
Den Van haben wir im Park gelassen und haben beschlossen, uns durch die Gegend zu fahren – nein, nicht in einem 4WD sondern in einer Tram. Die Waelder um Pemberton sind abgeholzt worden und das Holz musste natuerlich transportiert werden. Dafuer wurde eine Zugverbindung zwischen Bunbury/Perth errichtet. Mit der Weiterentwicklung der LKW’s und dem Bannen des Holzfaellen ist diese Zugstrecke stillgelegt worden. Gluecklicherweise sind die Schienen nicht abmontiert worden, so dass sich die Touristenbahnlinie
entwickeln konnte. Die Zugfahrt geht ca. 100 Minuten und fuerht bis zur Warren River Bridge, die auf halben Weg zwischen Pemberton und Northcliffe liegt. Der Weg fuehrt zwischen Karri, Marri und Jarrah Waeldern und 6 Bruecken muessen ueberfahren werden – aber kein Tunnel passiert. Waehrend der Fahrt hatten wir zwei Stops; an den Cascades und an der Warren River Bridge. Es war ein super Trip und wir haben viel von dem Fahrer gelernt. Er hat einiges ueber die Geschichte der Stadt (die aeltesten Haeuser gehoerten den Junggesellen oder den verheirateten Muehlenarbeiter),
der Saegemuehle (der Ab-fallmulch wurde lange Zeit verbrannt – das Feuer hat noch 5 Jahre nach der letzten Mulchablagerung gebrannt), der Tram ansich (es sind alte Wagons from Fremantle) und natuerlich ueber die Natur. Wir haben fast kein Wasser in den Baechen gesehen und keinerlei Wildblumen. Der Fahrer hat erklaert, dass sie ein sehr trockenes Jahr hinter sich haben – der letzte nennenswerte Regenguss war im September 2009 (aber damals fuer 21 Tage) und danach kein Regen bis Juni 2010… Wir haben auch gelernt, dass die Waelder “old-growth (alter Bestand)” und “re-growth (angepflanzt)”
genannt werden. Leider gibt es nicht viele Waelder mit altem Bestand (kein Baum wurde gefaellt und die Baumkronen sind auf unterschiedlichen Hoehen, es wurde ueberprueft bevor es alter Bestand genannt wurde). Die meisten Waelder sind zwischen 1925 und 1935 gepflanzt worden somit ist die Baumkrone auf einer Hoehe als ob einer mit der Heckenschere drueber gegangen ist. Aber das heisst nicht, dass diese Waelder niedriger sind als die Altbestaende…. die Baeume wachsen erst in die Hoehe und danach in die Breite.
Bei den vielen Waeldern ist die Waldbrandgefahr sehr hoch. Heutzutage werden Flugzeuge genutzt, aber
frueher mussten die Feuer anders entdeckt werden – bemannte Ueberwachungshochsitze. Die Baeume sind aber gut 70-80m hoch somit haetten die Tuerme sehr hoch sein muessen und das wollte keiner bauen. Daher wurde die Idee geboren, die Baeume an sich zu nutzen! Eine Art von Leiter ist um die Baeume herum gebaut und man kann sie noch immer hochklettern – den Gloucester Tree (63m), den Dane Evans Baum (75m) und den Diamond Tree (59m). Der Plan meiner Mum war, dass wir hochklettern sollten und wir sind
ihrer Aufforderung gefolgt – wir durften ja wieder herunter. Die “Feuerfinder” mussten laenger oben bleiben – die Schicht dauerte gut 4h und wenn sie ein Feuer gesehen haben, mussten sie es der naechsten Station die Feuerkoordinaten melden. Der Job war definitv nichts fuer Leute mit Hoehenangst und die immer Gesellschaft brauchen…
Somit ging es zum Gloucester Tree und wir haben kurz gewartet – mussten andere Leute durchlassen. Komischerweise mussten wir kein Eintritt zahlen und es war auch sonst kein “Aufpasser” da. Der Baum hat richtig lustig ausgesehen. Die Leitersprossen sahen aus wie Aeste und mit einer Art Maschendrahtzaun umzaeunt. Aber wir sind hinauf – und haben nicht wirklich heruntergeguckt. Es ging immer weiter hoch und rund herum um den Baum. Die Sprossen waren 30cm voneinander entfernt und manchmal ging es senkrecht hoch
oder auch waagerecht weiter. Aber es hat kein Problem fuer uns dargestellt und wir sind mit super Ausblicken belohnt worden. Die hoechste Plattform ist ein bisschen hoeher als der eigentliche Baum und somit gab es noch richtige Leitern zu erklimmen. Alle Personen auf dem Boden haben wie Legofiguren ausgesehen – sie waren so klein. Meine Eltern haben auch den Baum erklommen (ok nur ein paar Stufen).
Den Dane Evans Tree (auch Bi-Centennial Tree) haben wir auch
erklettert. Dessen Geschichte ist besonders – er wurde nie als Feuerausguck genutzt. Er ist extra fuer die Bi-Centennial Feierlichkeiten gebaut. Diesmal waren wir die einzigen und konnten ohne Zoegern starten. Wir
haben noch die Videocamera eingepackt und es ging los. Hier gibt es drei Plattformen – die erste schon nach 43 Leitersprossen. Bis nach ganz oben sind es 100 Stufen und bis zu letzten Plattform 160 wenn ich mich nicht verzaehlt haben. Wir haben wir wundervollen Ausblick gehabt und konnten auch ein Feuer entdecken – jedenfalls haben wir den Qualm entdeckt aber das Funkgeraet hatten wir nicht dabei. Mein Vater ist diesmal bis zur ersten Plattform geklettert.
Ah, beinahe haette ich unser weiteres Abenteuer vergessen –
Vogel fuettern und Lagerfeuer. Im Caravanpark gab es viele Baeume und dementsprechend viele Voegel vor allem Papageien. Wir haben ein Paket Vogelfutter gekauft und es in unsere ausgestreckten Haende getan. Es hat weniger als eine Minute gedauert und der erste Papagei war da und an zu fressen angefangen. Sie haben die Samen aus unseren Haenden gepickt und sind
dabei von einer Hand zur anderen gelaufen. Es war eine angenehme Massage, wenn sie ueber den Kopf gelaufen sind. Leider gab es Enten, die gefuettert werden wollten und die haben nur zugeschnappt – egal ob es der Finger oder ein Samenkorn war. Und wir hatten ein Spezialabendessen – Spiegelei vom Lagerfeuer! Dafuer haben wir das Ei in Alufolie aufgeschlagen und dann heiss werden lassen und es uns dann munden lassen!
Wir sind auch zu dem Beedelup Wasserfall gefahren und haben die See umrunden – natuerlich ging es ueber die Wackelbruecke.
Froehliches Klettern,
Bye, bye, MaPa, Anja und Tom
